Tosca an der Deutsche Oper Berlin

Tosca an der Deutsche Oper Berlinn

Premiere am: 13. April 1969
besuchte Vorstellung: 08.11.2016, 20.10.2017

Wenn eine Inszenierung seit beinahe 50 Jahren an der Deutschen Oper Berlin gespielt wird, dann wird diese Aufführung entweder langweilig oder aber zeitlos. Und genau dieses Gefühl (der Zeitlosigkeit) hat man bei der Tosca an der Deutschen Oper Berlin, die bereits seit 1969 auf dem Spielplan steht.

Im Herbst hatten wir Besuch von Freunden, die das erste Mal in ihrem Leben in die Oper wollten.
Vorgabe war dabei, eine Aufführung, die gut verständlich sein sollte.
Die Frage: “Was hat der Regisseur sich dabei gedacht?” sollte nicht aufkommen.
Schon alleine aus diesem Grund haben wir uns für die Tosca an der Deutsche Oper Berlin entschieden.

Darüber hinaus bietet die Deutsche Oper in Berlin einen großen Saal, bei dem von jedem Platz aus das Geschehen auf der Bühne problemlos verfolgt und gehört werden kann. Wir haben uns für Plätze im zweiten Rang, vierte Reihe Mitte entscheiden. Ein Opernglas hatten wir leider nicht dabei. Es ist zwar nicht notwendig, aber hilfreich, wenn man einmal Einzelheiten genauer betrachten möchte.

Am Ende waren wir alles sehr angetan. Die Vorstellung hat uns durchweg gut gefallen. Man mag einwenden, dass das Bühnenbild “altbacken” wirkt, aber zum guten Verständnis der Handlung trägt es alle Mal bei. In vollen Zügen genießen konnten wir die gute Akkustik des Hauses. Die Sänger zeigten ein hohes Niveau mit gut verständlichen Stimmen. Das Orchester spiele einwandfrei und war ebenfalls ein Genuß.

Wir erlebten einen rundherum gelungenen Openabend mit Tosca an der Deutsche Oper Berlin. Diese Inszenierung ist für jeden “Opernneuling”, aber auch für “alte Hasen” einen Besuch wert.

…von Puccinis TOSCA in der Inszenierung von Boleslaw Barlog aus dem Jahr 1969 (überarbeitet von Götz Friedrich 1987) in der sich so genau an die historischen Schauplätze anlehnenden Ausstattung von Filippo Sanjust. Mögen auch die Bühnenbilder für die ersten beiden Akte etwas altbacken wirken, so ermöglichen sie doch ein Hineintauchen in die „Sex and Crime“-Story ohne inszenatorische Rätsel, Fragezeichen oder Ungereimtheiten. Und das ist heutzutage schon mal was! Wunderschön anzusehen ist dann der weit offene Himmel über dem Dach der Engelsburg mit dem Blick auf den Petersdom in der von der Lichtgestaltung traumhaft gelungen evozierten Morgenstimmung des dritten Aktes.Von Kaspar Sannemann für www.oper-aktuell.info

 

Bettina Stöß arbeit als freiberufliche Fotografin mit dem Schwerpunkt Tanz- und Theaterfotografie und war u. a. als freie Assistentin für Lois Greenfield in New York tätig.

Die Aufnahmen von Tosca an der Deutsche Oper Berlin in der Inszenierung von Boleslaw Barlog stammen aus ihrer Hand.

Das Bild recht ist mit einem Link verbunden, der sie auf die Archivseite von Frau Stöß weiterleitet. Dort zeigt sie die Fotos, die sie zur Wiederaufnahme 2015 von Tosca an der Deutsche Oper Berlin aufgenommen hat.

 

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