Rusalka Komische Oper Berlin

Rusalka
Komische Oper Berlin

Im Repertoire seit 16. September 2012
besuchte Vorstellung: 15.10.2016

Die kleine Meerjungfrau oder doch nur ein Wassergeist?

Wer an die kleine Mehrjungfrau von Hans Christian Andersen oder an Arielle die Meerjungfrau denkt, wird sicher enttäuscht sein.

Auch wenn Rusalka Parallelen zum Märchen von Hans Christian Andersen zeigt, geht Dvoraks Oper eher auf slawische Volksmythen über Wassergeister und Nixen zurück.

Rusalka haben wir im Rahmen eines Opernabonnements gesehen. Der Regelpreis der Opernkarte lag bei 49,00 EURO. Man hat eine gute Sicht auf die Bühne. Den Orchestergraben kann man allerdings vom Parkett aus nicht einsehen.
Wir bevorzugen Plätze im zweiten Rang. Das hat auch damit zu tun, dass sich das Catering in der Komischen Oper auf der Ebene des zweiten Rang befindet. Im Parkett fühlt man sich immer so eingeengt in der Publikumsmasse.

Rusalka an der Angel und auf dem Seziertisch
Auch Barrie Koskie, ab 2012/13 Intendant der Komischen Oper Berlin, wählte einen hermetischen Einheitsraum, ließ Fischen ihre Innereien entnehmen und erfand zur Hexe Jezibaba einen verkrüppelten Sohn, der Rusalka den gewaltigen Fischschwanz häutet. Dazu leitete Patrick Lange mit romantischem Aplomb das bestens disponierte Orchester und ein beachtliches Solistenensemble.21.02.2011 - Von Peter P. Pachl

Am Anfang fand ich das Bühnenbild merkwürdig. Ich war auch nicht darauf vorbereitet, dass es die gesamte Vorstellung über unverändert bleiben sollte.
Mich erinnerte der Bühnenraum an das Portal eines großen Doms. Einzig die „kleine“ Tür in der Mitte passte nicht zu diesem Vergleich.

…Zum stummen (!) Beginn nach der Pause traut man seinen Augen nicht: Da schweben lauter schwarz verschleierte, mit Totenschädeln und allerlei Glitzerkram ausstaffierte Gestalten durch die besagte Tür, die „Rusalka“-Personage in der Unterwelt, ein schaurig-schöner Albdruck. Und plötzlich, der Computeranimation sei Dank, beginnen die Konturen der Vorbühne psychedelisch zu tanzen und zu zucken, die Stuckaturen zu fließen, alle Poren zu pulsieren. Als wär’ die ganze Oper ein Fiebertraum – und als könnten nur Märchen davon handeln, dass Nixen und Prinzen ihr Glück suchen.Tagesspiegel 06.10.2012 - von Christine Lemke-Matweyl

Die Musik von Antonis Dvorak ist stark, das Libretto dagegen eher schwach. Das soll aber die Leistungs des Abends in keinster Weise schmälern. Das Orchester spielte souverän. Die Sänger auf der Bühne spielten und sangen ihre Partien in ansprechender Form.

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