Rheingold Oldenburgisches Staatstheater

Rheingold Oldenburgisches Staatstheater

besuchte Vorstellung:
Premiere am 04. Februar 2017

So geht es natürlich auch.

Auf dem platten Land steht die Bauernkate und die Sonne geht rot leuchtend im Herzen des Klohäuschen (ja, Sie lesen richtig) auf. Darin sitzt der liebestrunkene Alberich und sieht sich Fotos seiner Heiratskandidatinnen an.

Der Zuschauer erwischt ihn mit heruntergelassenen Hosen, derweil die Rheintöchter nebenan in der Badewanne Wäsche “machen”.

Und dann geschieht es!
Nach erfolglosem Werben, die Liebe verfluchend greift Alberich ins Plumpsklo und entreißt ihm das Rheingold.

Der weitere Verlauf der Geschichte ist hinreichend bekannt.

Allein, “luftige Höhen” und “weite Sicht” sucht man vergebens.

Wozu auch? Wir sind im Oldenburger Land und so bietet die Drehbühne, die sich fleißig und oft bewegt, vor allem Räume der Bauernkate.

Die Einrichtung der Räume und zusätzliche “Requisiten” wie “Der böse Wolf” und “Die zwei Kinder” bieten Fingerzeige auf die kommenden Abende (Walküre, Siegfried, Götterdämmerung).

Am Ende rollt Fricka einen bunten Schal als Regenbogenbrücke aus, über die man zur luxuriösen Kate Walhall gelangt. Niemand kann es dem Loge verdenken, da nicht hinein zu wollen.

Ob diese Behausung in der Götterdämmerung wohl vor den Augen der Zuschauer abbrennt bleibt abzuwarten.

Ich fand die Inszenierung anfangs befremdlich.

Unsere Begleitung erkannte “die Geschichte”, die ich im Vorfeld erzählte nicht wieder. Trotz Stirnrunzeln erheitert diese Inszenierung.

Nun kenne ich Rheingold in Wien, Budapest, Oldenburg, Berlin. So begeistert wir vom aktuellen Ring der Budapester Staatsoper sind, so enttäuscht waren wir vom Rheingold der Wiener Staatsoper.

Oldenburg im Wagner-Rausch!
Erstmals will das Staatstheater den gesamten „Ring der Nibelungen“ zeigen.
Zum Auftakt gab’s eine packende Inszenierung der Oper „Das Rheingold“. Zweieinhalb Stunden geht es auf einer Drehbühne um Macht, Gier und Flüche. Teuflisch und düster geht es zu.
… Regie, Orchester und großartige Solisten machen den Abend zum Gesamtkunstwerk. Großer Jubel und „Bravo“-Rufe – ein Muss für Opernfans!Corinna Laubach

Oldenburg ist KEINE Enttäuschung.

Wer offen an den Ring herangeht, dem bietet sich eine kurzweilige Vorstellung, die oft selbsterklärend ist und neue Ideen zeigt.
Der “verknöcherte” Wagnerianer indes, wird sich mit Grausen abwenden.

Vom Wesen des Besitzes
Ein gut platziertes „Bravo“ ging dem Beifallssturm nach der Aufführung von Richard Wagners „Rheingold“ am Oldenburgischen Staatstheater voraus. Zu Recht.

…Große SängerInnenleistungen waren zu bewundern und allein die lohnen eine Reise: als Gäste
Johannes Schwärsky, ein intensiver und dämonischer Alberich, Timothey Oliver als smarter und agiler Loge und Ann-Beth Solvang als beschwörende Erda.
Doch das Ensemble hielt glänzend mit: Daniel Moon als Wotan, Melanie Lang als Fricka und Sarah Tuttle als Freia, Randall Jacobsh und Ill-Hoon Choung als Fasolt und Fafner.

Wagner an kleinen Bühnen? Ja natürlich!Von Ute Schalz-Laurenze

 

Ich sage: “Eine Herausforderung, die sehenswert ist und deren Besuch lohnt”.

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