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Meistersinger von Nürnberg Chemnitz

Meistersinger von Nürnberg
Chemnitz
Premiere: 19.03.2016
besuchte Vorstellung: 01.05.2016

Für alles gibt es ein erstes Mal.

Von Berlin aus ist Chemnitz mit Fernbussen und der Bundesbahn (beide fahren regelmäßig) günstig zu erreichen. Allerdings muss man bei Bus und Bahn eine Übernachtung einplanen.
Weil wir am kommenden Tag wieder arbeiten mussten, sind wir mit dem Auto nach Chemnitz gefahren. Die Fahrzeit beträgt ca. 3 Stunden.

Wir hatten Karten zu 54 EURO und saßen im Seitenrang links Reihe 2 Platz9 und 10.
Die Bestuhlung im Haus ist sehr großzügig und bietet immer einen freien Blick auf die Bühne.

Von der Presse hochgelobt

Das war sie also nun die Abschiedsinszenierung von Michael Heinicke.

Nein, wir hatten keine Erwartungen, außer dass wir uns einen leichten und beschwingten Opernabend wünschten.

Ja, wir haben bereits einige Erfahrungen mit den Meistersingern. Wir haben Inszenierungen in Helsinki, Karlsruhe, Berlin, Paris und Hamburg gesehen.
Aber das ist uns noch nie passiert!

Während der Vorstellung vor Langeweile die Augen kaum noch offen. Nach dem zweiten Aufzug hatten wir das Gefühl: “Es wird einfach nicht besser”

Der Erste Akt also ein Museumssaal (Die Kuppelkonstruktion erinnerte mich an die Felsenkirche in Helsinki). Entsprechend kostümiert die Sänger und Statisten. “Nun gut denn fanget an”. Mal sehen was daraus wird.

Im zweiten Aufzug dann wieder das gleiche Bühnenbild, immer noch ein Museumssaal. Nur diesmal vollgestellt mit Büsten, Bildern, Skulpturen an denen die Lehrbuben arbeiten und sich im künstlerischen Gestalten aller Arten versuchen. Eine Künstlerschule im Museum.

Die Schusterstube ein Podest mit Kram und Schusterwerkzeug. Und alles im Museumssaal, der zugestellt ist mit Kunst und Krempel. Der arme Nachtwächter, der sich durch das ganze Gerümpel durchschlängeln muss.
So geht denn auch in der Prügelfuge so manches zu Bruch.

Der dritte Aufzug?

Den haben wir nicht mehr gesehen!
In der Pause haben meine Frau und ich uns entschlossen: Wir fahren heim.

Wir fanden Worte wie behäbig, langweilig, überfrachtet, uninteressant.
So sind wir dann mit der Erkenntnis: “Es wird nicht besser” abgereist.
Wohlgemerkt

Orchester und Sänger waren gut. Da gibt es nichts zu meckern, kritteln oder zu beckmessern.

MEHR „WÄHNEN“ ALS „WAHN!“
… Bereits zum zweiten Mal inszeniert Heinicke die Meistersinger für Chemnitz, 1997 versetzte ihm Wolfgang Bellach das Geschehen in ein Simultanbühnenkonstrukt. Kontrastierend dazu baut Sykora jetzt ein brokatrot ausgeschlagenes Museums-Pantheon um den Abgesang mit innig-schlichten Momenten von Abschied und Wandel. …von Roland H. Dippe

 

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